Wenn Du in Deiner Ausbildung mit Rechnungswesen zu tun hast, kommst Du an der Bilanz nicht vorbei. Auch in der IHK-Abschlussprüfung ist sie ein wichtiges Thema. Entscheidend ist, dass Du den Aufbau der Bilanz verstehst und typische Begriffe richtig zuordnen kannst. Wir zeigen Dir, worauf Du achten solltest.
Was ist eine Bilanz?
Die Bilanz gehört zum externen Rechnungswesen (siehe auch unser Artikel zu: Rechnungswesen in der IHK-Prüfung: Extern und intern einfach unterscheiden) und zeigt die finanzielle Situation eines Unternehmens zu einem festen Zeitpunkt, dem Bilanzstichtag. Sie stellt übersichtlich dar, welche Vermögenswerte vorhanden sind und wie diese finanziert wurden. Für viele Unternehmen gehört sie zum Pflichtprogramm, weil die meisten Kaufleute nach dem Handelsgesetzbuch eine Bilanz aufstellen müssen.
Wie ist eine Bilanz aufgebaut?
Die Bilanz besteht aus zwei Seiten, die zusammengehören: Auf der Aktivseite steht, wofür das Kapital im Unternehmen verwendet wurde, und auf der Passivseite, aus welchen Quellen dieses Kapital stammt. Beide Seiten müssen am Ende die gleiche Summe ergeben, das nennt man Bilanzgleichgewicht. Diese gemeinsame Summe heißt Bilanzsumme.
Aktivseite: Was gehört zum Vermögen?
Auf der Aktivseite wird das Vermögen gegliedert, meistens in Anlagevermögen und Umlaufvermögen. Zum Anlagevermögen zählen Werte, die langfristig genutzt werden, zum Beispiel Ladeneinrichtung, Maschinen oder Firmenfahrzeuge. Das Umlaufvermögen umfasst Werte, die sich schneller verändern, etwa Warenbestand, Bankguthaben oder Kassenbestand. Merksatz: Aktivseite heißt Verwendung, also wofür das Kapital eingesetzt wird.
Passivseite: Wie wird das Vermögen finanziert?
Die Passivseite zeigt die Finanzierung und wird meist in Eigenkapital und Fremdkapital unterteilt. Eigenkapital ist das Kapital der Eigentümerinnen und Eigentümer. Fremdkapital kommt von außen, zum Beispiel durch einen Bankkredit oder durch Verbindlichkeiten, die noch zu bezahlen sind. Merksatz: Passivseite heißt Herkunft, also woher das Kapital stammt.
Wozu ist eine Bilanz gut?
Mit einer Bilanz lässt sich die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens einschätzen, weil sie zeigt, wie Vermögen und Finanzierung zusammengesetzt sind, zum Beispiel das Verhältnis von Eigenkapital und Fremdkapital. Vergleicht man Bilanzen aus mehreren Jahren, lassen sich außerdem Entwicklungen über die Zeit erkennen.
Warum ist die Bilanz in der IHK-Prüfung so wichtig?
In der IHK-Abschlussprüfung geht es bei der Bilanz vor allem um sichere Grundlagen: den Aufbau mit Aktiv- und Passivseite, das Prinzip „Verwendung und Herkunft“ und die richtige Zuordnung wichtiger Begriffe wie Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Eigenkapital und Fremdkapital. Wenn diese Basis sitzt, lassen sich viele Aufgaben schneller einordnen und sauber bearbeiten.
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