Stell Dir mal vor, Du bekommst in Deiner IHK-Abschlussprüfung einen Geschäftsvorfall und sollst den Buchungssatz dazu bilden - aber welche Konten Du dafür brauchst, steht natürlich nicht dabei. Genau deshalb ist es sinnvoll, dass Du einige besonders häufig verwendete Konten in der Buchführung kennst. Wir schauen uns mal ein paar davon an.
Warum es sinnvoll ist, die gängigsten Konten zu kennen
Buchführung ist in der Regel gnadenlos eindeutig: Hier gibt es oft nur die eine richtige Lösung. Deshalb reicht es auch nicht, einen Geschäftsvorfall nur ungefähr zu verstehen. Du musst erkennen, auf welchen Konten er gebucht wird und wie. Genau deshalb gehören häufig verwendete Konten zum Grundwissen in der Ausbildung.
Dabei geht es noch nicht darum, jedes Konto sofort perfekt auswendig zu können. Viel wichtiger ist zuerst, dass Du einen Überblick bekommst. Wenn Dir typische Konten schon einmal begegnet sind, kannst Du Buchungssätze später deutlich leichter aufstellen.
Welche Konten Dir oft begegnen
In der Buchführung gibt es verschiedene Kontenarten. Besonders häufig tauchen Bestandskonten, Erfolgskonten und einige Hilfskonten auf.
Bestandskonten
Bei den Bestandskonten unterscheidet man zwischen aktiven und passiven Bestandskonten, oder kürzer: Aktivkonten und Passivkonten.
Zu den Aktivkonten gehören unter anderem Konten aus dem Anlagevermögen und dem Umlaufvermögen.
Typische Aktivkonten im Anlagevermögen sind:
- Grundstücke und Bauten
- Maschinen und Anlagen
- Fuhrpark
- Ladeneinrichtung
- Betriebs- und Geschäftsausstattung
- Finanzanlagen
Wichtige Aktivkonten im Umlaufvermögen sind zum Beispiel:
- Waren oder Handelswaren
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
- sonstige Forderungen
- Bank
- Kasse
Bei den Passivkonten geht es vor allem um Kapital und Verbindlichkeiten.
Typische Passivkonten sind:
- Eigenkapital
- Hypotheken
- Darlehen oder Kredite
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
- sonstige Verbindlichkeiten
Erfolgskonten
Erfolgskonten zeigen, ob ein Unternehmen Erträge erzielt oder Aufwendungen hat. Man unterscheidet dabei zwischen Ertragskonten und Aufwandskonten.
Ertragskonten zeigen, wodurch ein Unternehmen Erträge erzielt. Häufig verwendete Ertragskonten sind:
- Umsatzerlöse
- Mieterträge
- Zinserträge
- sonstige Erträge
Aufwandskonten erfassen Ausgaben oder Werteverzehr. Besonders häufig tauchen diese Aufwandskonten auf:
- Aufwendungen für Abschreibungen
- Aufwendungen für Waren
- Mietaufwendungen
- Zinsaufwendungen
- Aufwendungen für Löhne und Gehälter
Gerade Aufwendungen für Abschreibungen und Aufwendungen für Waren begegnen Dir in der Buchführung besonders oft.
Hilfskonten und weitere wichtige Konten
Neben Bestands- und Erfolgskonten gibt es noch einige weitere Konten, die Du kennen solltest. Dazu gehören zum Beispiel:
- Eröffnungsbilanzkonto
- Schlussbilanzkonto
- Gewinn- und Verlustrechnung
- Umsatzsteuer
- Vorsteuer
Diese Konten tauchen in der Buchführung ebenfalls regelmäßig auf und sollten Dir deshalb zumindest vom Namen her bekannt sein.
Das Thema in der IHK-Abschlussprüfung
Für die IHK-Abschlussprüfung ist dieses Thema vor allem als Grundlage wichtig. Häufig verwendete Konten werden meist nicht einfach einzeln abgefragt, sondern in Verbindung mit Geschäftsvorfällen und Buchungssätzen.
Für die Prüfung solltest Du vor allem Folgendes sicher im Blick haben:
- Es gibt verschiedene Kontenarten.
- Bestimmte Konten tauchen besonders häufig auf.
- Typische Konten helfen Dir dabei, Geschäftsvorfälle schneller einzuordnen.
- Wer die wichtigsten Konten kennt, kann Buchungssätze sicherer bilden.
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