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Die Vorwärtskalkulation

Veröffentlicht 
21. Januar 2026

Wenn Du Waren verkaufen möchtest, musst Du genau wissen, welche Kosten auf Dich zukommen. Denn nur so kannst Du herausfinden, wie hoch der Preis sein sollte, zu dem Du sie dann anbietest. Genau an dieser Stelle setzt die Vorwärtskalkulation an. Sie gehört zu den Grundlagen der Preisermittlung im Handel und ist ein häufig auftretendes Thema in der IHK-Abschlussprüfung. Wir zeigen Dir, was Du dazu wissen musst.

Was ist die Vorwärtskalkulation?

Die Vorwärtskalkulation ist ein Rechenverfahren, mit dem Unternehmen den Angebotspreis einer Ware berechnen, also den Preis, der später zum Beispiel im Angebot steht. Dabei geht man vom Einkaufspreis aus und berücksichtigt schrittweise alle Zuschläge und Abschläge wie Handlungskosten, Gewinn, Skonto und Rabatt, bis man schließlich beim Listenverkaufspreis ankommt. Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist dabei festgelegt und folgt immer einem festen Schema: Dem Kalkulationsschema.

Das Kalkulationsschema

Das Kalkulationsschema zeigt Dir, in welcher Reihenfolge die einzelnen Zwischenschritte der Vorwärtskalkulation ablaufen. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf. Es ist also wichtig, dass Du diese Reihenfolge genau kennst und die Begriffe sicher zuordnen kannst.

Hier die typische Abfolge im Überblick:

Listeneinkaufspreis (Preis laut Angebot des Lieferanten)

- Lieferantenrabatt (Preisnachlass, z. B. bei großen Mengen)

= Zieleinkaufspreis (Preis nach Abzug des Rabatts)

– Lieferskonto (Nachlass bei schneller Zahlung)

= Bareinkaufspreis (tatsächlicher Zahlbetrag bei Skontozahlung)

+ Bezugskosten (z. B. Transport oder Verpackung)

= Bezugspreis (tatsächliche Kosten für den Wareneinkauf)

+ Handlungskosten (z. B. Lager, Personal, Verwaltung)

= Selbstkostenpreis (alle Kosten, die dem Unternehmen entstehen)

+ Gewinnzuschlag (geplanter Unternehmensgewinn)

= Barverkaufspreis (Preis bei sofortiger Zahlung ohne Abzüge)

+ Kundenskonto (Preisnachlass bei schneller Zahlung)

= Zielverkaufspreis (Preis bei üblicher Zahlungsfrist)

+ Kundenrabatt (z. B. Sonderaktionen, Mengenrabatte)

= Listenverkaufspreis netto(offizieller Nettoverkaufspreis)

+ Umsatzsteuer (z. B. 19 %)

= Listenverkaufspreis brutto (offizieller Bruttoverkaufspreis)

Das Kalkulationsschema in der IHK-Prüfung

Das Kalkulationsschema ist in der IHK-Abschlussprüfung besonders wichtig. Es bildet die Grundlage für viele typische Rechenaufgaben wie zum Beispiel diesen:

  • Berechne den Bezugspreis aus einem vorgegebenen Listeneinkaufspreis.
  • Ermittle den Listenverkaufspreis unter Berücksichtigung von Handlungskosten und Gewinn.
  • Berechne fehlende Werte im Kalkulationsschema.

Damit Du solche Aufgaben sicher lösen kannst, solltest Du das Schema in der richtigen Reihenfolge auswendig kennen und genau wissen, wie die einzelnen Preisbestandteile zusammenhängen. Besonders wichtig ist dabei der sichere Umgang mit Prozentrechnung, Zu- und Abschlägen sowie dem richtigen Rechenweg. Du solltest das also so viel wie möglich üben.

So unterstützt Dich Prozubi beim Lernen

Wir von Prozubi zeigen Dir in unserem Lernvideo zur Vorwärtskalkulation ganz genau, wie Du das Kalkulationsschema richtig anwendest. Du lernst, welche Begriffe wichtig sind und wie Du mit Zu- und Abschlägen umgehst. Mit unseren zahlreichen Übungsaufgaben verinnerlichst Du den Aufbau, vermeidest typische Fehler und bekommst ein besseres Gefühl für Deine IHK-Prüfung.

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