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Der durchschnittliche Lagerbestand

Veröffentlicht 
12. März 2026

Unternehmen müssen im Blick behalten, wie viel Ware sie im Lager haben. Denn davon hängt zum Beispiel ab, wie flexibel sie auf Bestellungen reagieren können und wie hoch ihre Lagerkosten ausfallen. Ein einzelner Blick ins Lager reicht dafür aber oft nicht aus, denn der verrät Dir ja nur, wie es jetzt gerade aussieht. Ein leeres Lager kann schließlich schon morgen wieder randvoll sein. Um solche Schwankungen auszugleichen, gibt es eine besonders wichtige Kennzahl: den durchschnittlichen Lagerbestand. Er zeigt, wie viel Ware im Durchschnitt vorhanden ist, und ist auch für Deine Ausbildung und die IHK-Abschlussprüfung wichtig. Wir zeigen Dir, worauf es dabei ankommt.

Was der durchschnittliche Lagerbestand aussagt

Der durchschnittliche Lagerbestand ist eine Lagerkennzahl. Er zeigt, wie viel Ware durchschnittlich im Lager vorhanden ist. Dabei kann der Lagerbestand sowohl als Menge als auch als Wert angegeben werden.

Das bedeutet: Der durchschnittliche Lagerbestand kann sich zum Beispiel auf Stück, Kilogramm oder Liter beziehen. Genauso kann er aber auch in Euro angegeben werden.

Warum der durchschnittliche Lagerbestand wichtig ist

Wie hoch der durchschnittliche Lagerbestand ist, hat direkte Auswirkungen auf ein Unternehmen. Ein hoher durchschnittlicher Lagerbestand kann vorteilhaft sein, weil dann mehr Ware sofort verfügbar ist. Das erhöht die Flexibilität, wenn die Nachfrage plötzlich steigt oder Kundinnen und Kunden bestimmte Artikel schneller brauchen als erwartet.

Gleichzeitig hat ein hoher Lagerbestand aber auch Nachteile. Je mehr Ware gelagert wird, desto höher sind in der Regel auch die Lagerkosten.

Ein niedriger durchschnittlicher Lagerbestand senkt dagegen die Lagerkosten. Dafür ist das Unternehmen aber oft weniger flexibel. Gerade wenn Ware schnell gebraucht wird, kann das problematisch sein.

Welche Möglichkeiten der Berechnung es gibt

Den durchschnittlichen Lagerbestand kannst Du für verschiedene Zeiträume berechnen. Je nachdem, welche Bestände in die Rechnung einbezogen werden, fällt das Ergebnis grober oder genauer aus.

Möglich sind zum Beispiel diese Varianten:

  • Bei der jährlichen Berechnung werden nur der Anfangsbestand und der Endbestand des Jahres berücksichtigt. Das ist die einfachste Variante.
  • Bei der vierteljährlichen Berechnung kommen zusätzlich die Bestände am Ende der einzelnen Quartale dazu.
  • Bei der monatlichen Berechnung werden die Monatsendbestände einbezogen. Dadurch wird das Bild schon deutlich genauer.
  • Noch genauer wird es bei der wöchentlichen Berechnung, weil hier die Wochenendbestände berücksichtigt werden.

Dabei gilt ein einfaches Prinzip:
Je mehr Werte in die Berechnung einfließen, desto genauer wird das Ergebnis. Genau deshalb ist eine wöchentliche Berechnung in der Regel genauer als eine jährliche.

Der durchschnittliche Lagerbestand in der IHK-Abschlussprüfung

Der durchschnittliche Lagerbestand ist in der IHK-Abschlussprüfung ein typisches Thema aus dem Bereich Lagerkennzahlen. Häufig geht es dabei darum, die Kennzahl einzuordnen, Vor- und Nachteile eines hohen oder niedrigen Lagerbestands zu erkennen oder die verschiedenen Berechnungsmöglichkeiten zu unterscheiden.

Für die Prüfung solltest Du vor allem diese Punkte sicher beherrschen:

  • Du weißt, was mit durchschnittlichem Lagerbestand gemeint ist.
  • Du weißt, dass er als Menge oder als Wert angegeben werden kann.
  • Du kennst die Vor- und Nachteile eines hohen oder niedrigen Lagerbestands.
  • Du kannst die verschiedenen Berechnungszeiträume unterscheiden.

Noch mehr Prüfungshilfe bei Prozubi

Wir von Prozubi erklären Dir in unserem Video zum durchschnittlichen Lagerbestand noch mehr dazu, was diese Lagerkennzahl aussagt, welche Auswirkungen ihre Höhe auf ein Unternehmen hat und welche Berechnungsmöglichkeiten es gibt. So bekommst Du einen klaren Überblick über das Thema und kannst typische Prüfungsaufgaben besser einordnen.

Zusätzlich bekommst Du bei Prozubi nicht nur ein Lernvideo, sondern auch passende Übungsaufgaben, mit denen Du Dein Wissen direkt testen kannst. Wenn Du bei Begriffen, Kennzahlen oder Aufgaben unsicher bist, helfen wir Dir im Expertenchat weiter. Und in der Prüfungssimulation kannst Du prüfen, ob das Thema schon wirklich sitzt.


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