Ein Sturz auf der Treppe im Büro oder eine Verletzung im Lager passieren oft genau dann, wenn man am wenigsten damit rechnet. In Deiner IHK-Abschlussprüfung kann dieses Thema jederzeit auftauchen, meistens verpackt in praxisnahe Fallbeispiele. Dieses Wissen brauchst Du aber nicht nur für Deine Punkte in der Prüfung, sondern auch, um im Ernstfall Deinen Kolleginnen und Kollegen und Dir selbst sicher helfen zu können. Wir zeigen Dir, worauf Du achten solltest.
Wichtigste Regel: Ruhig bleiben!
Wenn eine Kollegin oder ein Kollege verunglückt, ist der wichtigste Grundsatz: Ruhig bleiben. Hektik hilft niemandem und führt oft zu weiteren Fehlern.
Diese Schritte solltest Du wie im Schlaf beherrschen, falls es zu einem Unfall kommt:
- Sichere die Unfallstelle (Deine eigene Sicherheit geht vor!).
- Leiste Erste Hilfe und unterstütze die verunglückte Person.
- Setze bei schweren Verletzungen sofort den Notruf 112 ab.
Damit Du weißt, welche Infos die Rettungsleitstelle braucht, merkst Du Dir einfach diese "Ws":
- Wo ist der Unfallort?
- Was ist passiert?
- Wie viele Verletzte gibt es?
- Welche Verletzungen liegen vor?
- Warten auf Rückfragen (Leg erst auf, wenn die Leitstelle das Gespräch beendet).
Meldepflichten bei Arbeitsunfällen
Nach der Erstversorgung beginnt der organisatorische Teil. Je nach Schwere und Folgen der Verletzung muss ein sogenannter Durchgangsarzt, kurz D-Arzt, aufgesucht werden. Er ist spezialisiert auf Unfälle im Job und entscheidet über die Arbeitsunfähigkeit.
Ein weiterer wichtiger Fakt ist die sogenannte 3-Tage-Frist. Wenn ein Mitarbeiter länger als drei Tage arbeitsunfähig ist, muss der Unfall zwingend der Berufsgenossenschaft gemeldet werden. Zusätzlich sollte im Betrieb immer die Fachkraft für Arbeitssicherheit informiert werden. Das Ziel ist hierbei, dass genau dieser Unfall in Zukunft durch bessere Sicherheitsmaßnahmen vermieden werden kann.
Es kann natürlich auch vorkommen, dass jemand nur leicht verletzt wird. Sicherheitshalber sollte diese Kollegin oder dieser Kollege trotzdem zum Arzt, weil auch unauffällige Verletzungen lebensbedrohlich sein können. Wenn Du Dir unsicher bist, rufe lieber einmal zu viel den Rettungswagen als einmal zu wenig!
Mehr Infos rund um Unfälle und Arbeitsschutzvorschriften am Arbeitsplatz
Schau Dir gern auch unsere weiteren Artikel zu diesem Thema an:
- Arbeitsschutzvorschriften: Das musst Du für die Prüfung kennen
- Unfallverhütungsvorschriften: Die wichtigsten Grundlagen
- Symbole der Unfallverhütung: Sicherheitszeichen
Arbeitsunfälle als Thema in der IHK-Prüfung
Arbeitsunfälle sind ein typisches Thema in der IHK-Prüfung, weil sie sich gut mit Fragen zu Sicherheit, Verantwortung und richtigem Verhalten im Betrieb verbinden lassen. Dabei geht es meist darum, dass Du grundlegende Abläufe kennst und in einer beruflichen Situation sicher einordnen kannst, was zu tun ist.
Wichtig ist, dass Du nicht nur einzelne Begriffe auswendig lernst, sondern verstehst, welche Maßnahmen im Ernstfall Priorität haben. Genau dieses Zusammenspiel aus Wissen und praktischem Handeln ist in Prüfungsaufgaben besonders relevant.
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Wir von Prozubi erklären Dir in unserem Video zum Verhalten bei Arbeitsunfällen noch mehr dazu, wie Du in einer Unfallsituation richtig reagierst und welche Maßnahmen im Betrieb wichtig sind. So bekommst Du die Abläufe nicht nur sachlich erklärt, sondern kannst sie auch besser einordnen und nachvollziehen.
Mit zahlreichen Übungsaufgaben festigst Du Dein Wissen gezielt und wiederholst wichtige Inhalte so oft Du möchtest. Gerade bei Themen wie Arbeitsunfällen ist es wichtig, dass Du zentrale Regeln und Abläufe sicher beherrschst, damit Du sie in der Prüfung schnell anwenden kannst.
Im Expertenchat kannst Du Fragen stellen, wenn Du bei einem Thema nicht weiterkommst. Du bekommst Unterstützung, zum Beispiel bei unklaren Begriffen oder wenn Du eine Aufgabe nicht verstehst. So kannst Du Wissenslücken schnell schließen, Zusammenhänge besser verstehen und gehst sicherer in die IHK-Prüfung.
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