Wenn Du Rechenaufgaben bearbeitest, kommt es oft vor, dass Du Ergebnisse mit mehreren Nachkommastellen erhältst. In der IHK-Prüfung musst Du solche Ergebnisse manchmal auf eine bestimmte Anzahl von Nachkommastellen runden. Ein typisches Beispiel dafür sind Preise, die meistens mit zwei Stellen nach dem Komma angegeben werden. Deshalb solltest Du wissen, wie kaufmännisches Runden funktioniert und wann Du auf- oder abrunden musst.
Was bedeutet "kaufmännisches Runden"?
Beim kaufmännischen Runden kürzt Du eine Zahl auf eine bestimmte Anzahl an Nachkommastellen. Aus einer langen Zahl wird dadurch eine kürzere und übersichtlichere Zahl.
Wichtig ist:
Du lässt nicht einfach irgendwelche Nachkommastellen weg. Beim kaufmännischen Runden gibt es feste Regeln. So stellst Du sicher, dass Dein Ergebnis nachvollziehbar und korrekt ist.
Kaufmännisches Runden begegnet Dir oft zusammen mit anderen Rechenarten. Passende Grundlagen findest Du zum Beispiel auf unseren Seiten:
Wie funktioniert kaufmännisches Runden?
Wenn Du eine Zahl runden sollst, schaust Du zuerst, auf welche Stelle gerundet werden soll. Sollst Du zum Beispiel auf zwei Stellen nach dem Komma runden, bedeutet das: Diese beiden Nachkommastellen musst Du mit angeben - selbst, wenn dort nur Nullen stehen.
Für das Runden ist immer die nächste Nachkommastelle entscheidend. Sie entscheidet, ob Du abrundest oder aufrundest.
Grundsätzlich gilt:
- Ist die nächste Stelle kleiner als 5, rundest Du ab.
- Ist die nächste Stelle 5 oder größer, rundest Du auf.
Beim Abrunden bleibt die Stelle, auf die Du rundest, gleich. Beim Aufrunden wird diese Stelle um eins erhöht. Die Nachkommastellen dahinter fallen weg.
Aber Achtung:
Manchmal ist die Stelle, die Du erhöhen sollst, eine 9. Dann reicht es nicht, einfach nur diese Stelle größer zu machen. Aus der 9 wird eine 0, und die Stelle davor wird ebenfalls erhöht.
Das klingt im ersten Moment etwas ungewohnt, ist aber wichtig, damit das gerundete Ergebnis stimmt. Genau solche kleinen Besonderheiten können in Rechenaufgaben schnell zu Fehlern führen.
Kaufmännisches Runden in der IHK-Prüfung
In der IHK-Abschlussprüfung ist kaufmännisches Runden bei sehr vielen Rechenaufgaben erforderlich. Besonders häufig brauchst Du es, wenn Du mit Preisen, Prozenten oder kaufmännischen Kalkulationen arbeitest.
Prüfungsrelevant ist vor allem:
- Du erkennst, auf wie viele Stellen Du runden sollst.
- Du schaust auf die richtige Entscheidungsstelle.
- Du rundest bei Zahlen unter 5 ab.
- Du rundest bei 5 oder höher auf.
- Du beachtest Sonderfälle mit der 9.
Wenn Du diese Regeln sicher anwenden kannst, vermeidest Du unnötige Fehler bei eigentlich einfachen Rechenaufgaben.
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