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Die Schule ist geschafft und die Ausbildung geht los! Was Du für den Übergang zum Azubi beachten solltest und was Dich  in Deiner Ausbildung erwartet, erfährst Du hier.

Nicht nervös werden!

Es ist nun der Tag der Tage. Der Tag, auf den es ankommt. Der Tag mit dem ersten Eindruck, den Du dann nie wieder los wirst. Nein, ich mach nur Spaß. Tatsächlich solltest Du Dich vor dem Beginn Deiner Ausbildung nicht zu sehr verrückt machen. Der Betrieb hat Dich aus einem bestimmten Grund eingestellt. Sie sind also von Dir überzeugt und haben keinen Grund, an Dir zu zweifeln.

Jeder fängt klein an

Und jeder macht mal Fehler. Du solltest Dir also nicht zu sehr einen Kopf darum machen, ob Du die Erwartungen von irgendwem enttäuscht, wenn nicht alles auf Anhieb klappt. Beachte einfach die wichtigen Aspekte in Sachen Umgangsformen und zeige, dass Du Dich wenigstens bemühst. Dann wird man Dir kleine Fehler auch nicht sofort übel nehmen.

Freundlich, pünktlich, aufmerksam und interessiert

Das solltest Du vom ersten Tag Deiner Ausbildung an auf jeden Fall sein. Denn so machst Du einen super ersten Eindruck und dieser ist ja bekanntlich der wichtigste. Für den ersten Eindruck bekommst Du keine zweite Chance. Schon am ersten Tag zu spät kommen, ist also nicht drin. Stell‘ Dir also eine Armee von Weckern und nimm eine Bahn oder einen Bus früher.

Freundlich, aufmerksam und interessiert solltest Du so oder so sein oder zumindest für die ersten Tage so tun können, als wärst Du es.

Beobachte, wie der Hase im Betrieb hoppelt. Schau Dir an, wie Kollegen miteinander umgehen, wie sie arbeiten und wie sie Pause machen. Dadurch wirst Du schon eine Menge lernen. Geh‘ einfach mit offenen Augen durchs Leben.

Dresscode

Kleider machen Leute. Und der erste Eindruck wird nun einmal maßgeblich auch von Deinem Erscheinungsbild geprägt. Du solltest Dich auf jeden Fall vor Deinem ersten Tag in der Ausbildung bei Deinem Betrieb informieren, ob es eine bestimmte Kleiderordnung gibt. Was Du genau anziehen kannst, ist natürlich vom Beruf und Deiner Ausbildung abhängig. Ein fröhlich luftiges Sommerkleidchen bei einem Bestattungsunternehmen? Jogginghose und T-Shirt in einer Bank? Anzug auf dem Bau? Du merkst bestimmt, dass da etwas nicht so ganz gut passt. Schau‘ Dir also an, wie andere in diesem Beruf gekleidet sind. Generell ist es an den ersten Tagen ratsam, noch einen Tick besser gekleidet zu sein, als man es unter normalen Umständen vielleicht wäre, nur um sicher zu gehen, nicht underdressed zu erscheinen.

Vor dem ersten Tag…

… solltest Du Dich einmal bei Deinem Betrieb melden, um zu fragen, was Du alles am ersten Tag dabei haben solltest. Neben etwas zum Schreiben brauchst Du manchmal auch noch bestimmte Dokumente oder Arbeitsgeräte. Frag‘ also lieber nochmal nach.

Bei der Arbeit

Achtung, Überschwemmungsgefahr! Am ersten Tag wirst Du sicher vollkommen erledigt sein von all den Informationen und neuen Eindrücken, die auf Dich hereinprasseln.

Ein Notizheft, aus dem später auch eine Art Lerntagebuch werden kann, kann Dir helfen mit der Informationsflut während der ersten Ausbildungstage fertig zu werden. Du kannst Dir nicht sofort alles merken. Schreibe Dir wichtige Sachen deswegen auf. Das zeigt zum einen Interesse und verhindert zum anderen, dass Du Deinen Ausbilder immer wieder das Gleiche fragst. Aber auch durch Nachfragen zeigst Du, dass Du etwas wissen möchtest und Interesse an dem Beruf und der Ausbildung hast. Lass‘ Dir zu Anfang gern auch einmal ab und zu die Rückmeldung Deines Ausbilders geben. So siehst Du sofort, ob er mit Deiner Arbeit zufrieden ist. Das tut nicht nur Dir und Deinem Selbstvertrauen gut. Es hilft außerdem, kleine Fehler sofort zu Beginn Deiner Ausbildung zu korrigieren, indem Dein Ausbilder Dir regelmäßig Feedback gibt.

Können wir das schaffen? Jo, wir schaffen das!

Am ersten Tag kommt man sich oft  wie Falschgeld vor. Egal wo man steht, man steht im Weg, gehört noch nicht dazu, weiß nicht, was man machen soll. Lass‘ Dich davon nicht entmutigen. Im Gegenteil: Sei mutig und pack mit an! Ergreife die Initiative. Je früher Deine Kollegen Dich als „eine/n von ihnen“ sehen, umso leichter wird es im Betrieb Fuß zu fassen. Es geht dabei nicht um Perfektion, sondern darum etwas zu tun, statt den anderen nur bei der Arbeit zuzusehen.

Was Dich erwartet

Keine Sorge. So viel wirst Du an Deinem ersten Tag nicht arbeiten müssen. In der Regel wird Dir erst einmal eine Menge erklärt, das fängt bei dem Basiswissen über das Unternehmen und seine Entwicklung an und geht dann über die Unternehmensphilosophie weiter zur Geschäftsleitung, wo Du dann alle wichtigen Leute kennen lernst. Wichtig hier: Deine Manieren! Sie bezahlen Dich, also beiße nicht die Hand, die Dich füttert. 🙂

Bei einem Rundgang durch den Betrieb lernst Du dann meistens Deine Kollegen und den Betriebsrat kennen. Das ist außerdem eine gute Gelegenheit, um Dich mit den Umgangsformen innerhalb des Betriebes vertraut zu machen. Vielleicht duzen sich ja alle? Oder vielleicht ist der Umgang sehr formell? Wie wird mit Geburtstagsfeiern umgegangen? Musst Du jedes Jahr nen Kuchen backen? Solche Fragen können hier ganz leicht geklärt werden.

Du wirst also in Deinen Arbeitsplatz und Deine Aufgaben eingewiesen. Dabei werden Dir zum Beispiel auch die Unfallverhütungsvorschriften und Ähnliches aus der allgemeinen Organisation und Ordnung des Betriebes erklärt.  Behördengänge, Firmenparkplätze, Einkaufsmöglichkeiten, Arbeitszeiten, Pausen, Urlaub, also alles, was Du wissen musst, erfährst Du also so ziemlich am ersten Tag. Da lohnt es sich genau hinzuhören und ggf. mitzuschreiben.

Get ready to rumble!

Na, dann bleibt mir jetzt nichts weiter übrig, als Dir einen gelungenen Start in die Ausbildung zu wünschen! Viel Erfolg für die kommenden Jahre, durch die Dich Prozubi gern begleitet! Ob IHK-Zwischenprüfung oder Abschlussprüfung… Mit den Lernvideos und Übungsaufgaben von Prozubi kannst Du Dich online auf Deine Prüfungen vorbereiten. In unserem Shop findest Du tolle Angebote für VerkäuferInnen, Kaufleute im Einzelhandel und viele weitere Berufe!

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