Warum brauchst Du Hilfe in der Ausbildung? Ab und zu kommt es während einer Ausbildung zu Meinungsverschiedenheiten. Doch manche Auseinandersetzungen gehen über die Benutzung der Kaffeemaschine oder des Kopierers hinaus. Wenn es so schlimm wird, dass Du nicht mehr weißt, wo Dir der Kopf steht und am liebsten ganz woanders sein würdest, ist es für Dich von Vorteil, wenn Du Deine Rechte kennst. Hier erfährst Du also alle nötigen Tipps, wo es Hilfe für Azubis gibt und welche Gesetze und Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner es für Dich als Azubi gibt.

Wo gibt es Hilfe für Azubis?

1. Innerbetriebliche Hilfe für Azubis

Bei kleineren Problemen solltest Du immer versuchen, Deine Angelegenheiten innerhalb Deiner Ausbildungsfirma zu klären.

Dein Ausbilder / Deine Ausbilderin

Deine erste Anlaufstelle ist immer Dein Ausbilder oder Deine Ausbilderin. Diese Person ist in Deinem Betrieb für Deine Ausbildung verantwortlich – Du kannst sie immer ansprechen, wenn Du Fragen hast oder Hilfe brauchst.

Jugend- und Auszubildendenvertretung

In Betrieben mit einem Betriebsrat gibt es oft auch noch einen weiteren großen Ansprechpartner für Dich: die Jugend- und Auszubildendenvertretung – kurz JAV. Sie ist eine Anlaufstelle für alle Azubis und junge Beschäftigte und unterstützt Dich bei vielen Fragen und Problemen in Deiner Ausbildung.

2. Externe Hilfe für Azubis

Wenn das nicht hilft, musst Du Dich jedoch wohl oder übel an externe Personen wenden, um Dein Recht zu erlangen.

IHK oder Handwerkskammer

Eine erste externe Anlaufstelle sind die Kammern. Für Dich ist das je nach Deiner Ausbildung entweder die Handwerkskammer oder die IHK. Dort arbeiten Ausbildungsberater oder Ausbildungsberaterinnen, deren Job es ist, Azubis bei Problemen in ihrer Ausbildung oder ihrem Betrieb zu helfen.

Welche Stelle genau für Dich zuständig ist, erfährst Du aus Deinem Ausbildungsvertrag. Der muss von eben dieser Stelle abgestempelt werden.

Berufsschule

Eine andere Anlaufstelle für Dich kann Deine Berufsschule sein. Dort gibt es inzwischen fast immer Beratungslehrerinnen und Lehrer, die sich auf dem Gebiet auskennen und Dir helfen werden, die optimale Lösung für Deine Probleme zu finden.

Welche Gesetze sind eine Hilfe für Azubis?

Wenn Du wissen willst, ob es die Sache wirklich wert ist um rechtliche Schritte einzuleiten, solltest Du natürlich wissen, was genau Deine Rechte sind. Um das genau nachzulesen, gibt es die verschiedensten Gesetze, die für Dich gelten. Hier findest Du die wichtigsten:

Berufsbildungsgesetz (BBiG)

Das Berufsbildungsgesetz, das BBiG ist das wichtigste Gesetz für Dich. Hier findest Du Infos über die Regelungen in Deinem Ausbildungsvertrag oder wie die Prüfungen ablaufen müssen. Auch Bedingungen für Kündigungen werden dort festgelegt sowie was genau deine Pflichten und die Pflichten Deines Ausbilders sind.

Jugendarbeitsschutzgesetz (JArSchG)

Ebenfalls wichtig, wenn Du noch unter 18 Jahre alt bist, ist: Das Jugendarbeitsschutzgesetz. Es regelt Deine Arbeitszeiten bist Du 18 bist. Danach übernimmt das Arbeitszeitgesetz diese Aufgabe.

Weitere wichtige Gesetze und Dokumente

Eine Menge Regelungen und Richtlinien kannst Du außerdem in diesen Dokumenten finden:

  • Arbeitszeitgesetz
  • Ausbildungsordnung
  • Tarifvertrag
  • Betriebsvereinbarung
  • Dein Ausbildungsvertrag

Fazit: Es gibt viel Hilfe für Azubis!

Egal ob kleinere Probleme oder größere Konflikte – es gibt viele Anlaufstellen, die Dir helfen. Trau Dich, Hilfe zu holen, bevor Du den Kopf in den Sand steckst. Du hast Rechte – und Menschen, die Dich unterstützen.

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