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Wie Du am besten darauf antwortest

Jetzt geht es um die Wurst! Du hast es geschafft und bist zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Dein Ausbildungsplatz scheint zum Greifen nah. Jetzt nur nicht übermütig werden. Es gibt noch eine Menge Fallen und fiese Fragen, über die Du im Vorstellungsgespräch stolpern kannst. Wie Du einfach und entspannt darauf reagieren kannst, erfährst Du hier:

Warum sind Personaler beim Bewerbungsgespräch manchmal so fies?

Nun, mit einem guten Outfit und einem charmanten Lächeln ist es längst nicht mehr getan. Um Deinen Wunsch-Ausbildungsplatz auch tatsächlich zu bekommen, solltest Du Deinen Vorgesetzten zeigen, dass Du Dich bereits intensiv mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hast und auch auf schwierige Fragen und Situationen reagieren kannst. In einem Vorstellungsgespräch sollte auf keinen Fall Anspannung oder gar Kampfstimmung aufkommen.

Bereite Dich also wie vor einer Prüfung vor jedem Bewerbungsgespräch vor.  Lege Dir Antworten auf die typischen Fragen zurecht und überlege Dir genau, wie Du Dich ins rechte Licht rücken kannst.

Was möchtest Du beruflich erreichen?

Zeige Deinem Gegenüber, dass Du für Dein Leben einen Plan hast und nicht einfach so in den Tag hineinlebst. Sage also, wie Du Dich in Deiner Ausbildung weiterentwickeln möchtest und welche Ziele Du mit Deiner Ausbildung erreichen möchtest.

So zeigst Du Motivation und der Personaler kann sich anschließend ein besseres Bild von Dir als Person machen. Bleibe dabei aber auf jeden Fall immer realistisch.

Wie motivierst Du Dich?

Zeige, dass Du motiviert bist und Ziele hast, die Du erreichen möchtest.

Es kommt besser an, wenn Du sagst, dass Du Dich durch Erfolge bei der Arbeit motivierst anstatt durch das verdiente Geld oder die Partys am Wochenende.

Wie würdest Du mit schwierigen Kollegen umgehen?

Eine äußerst gemeine Frage. Hier soll, entgegen des ersten Eindrucks nicht Deine Teamfähigkeit auf die Probe gestellt werden, sondern Dein Konfliktverhalten. Stellst Du Dich Konflikten oder weichst Du ihnen aus?

Am besten sagst Du, dass es natürlich immer Kollegen gibt, mit denen man sich nicht sehr gut versteht. Jedoch weißt Du auch, dass es nötig ist sich aufeinander einzustellen und auf andere einzugehen, weil jeder einmal einen schlechten Tag hat.

Warum bewirbst Du Dich erst jetzt?

Hast Du lange gebraucht, um eine Ausbildung zu finden oder vorher ein Jahr lang eine Auszeit genommen, dann kann Dir im Bewerbungsgespräch die Frage gestellt werden, warum Du Dich erst jetzt bewirbst.

Hier solltest Du vielleicht lieber nicht sagen, dass Du in der Zwischenzeit seit Deinem Abschluss in der Schule nur auf der faulen Haut gelegen hast. Zähle in dem Fall also lieber auf, welche Erfahrungen Du in der Zwischenzeit gesammelt hast. Zum Beispiel wo Du gejobbt hast oder ob Du an einem Sprachkurs teilgenommen hast.

Thema: frühere Arbeitgeber

Solltest Du bereits für jemand anderen gearbeitet haben, kann die Frage aufkommen, wie Dein Verhältnis zu Deinem früheren Arbeitgeber war. Auf diese Frage solltest Du nicht drauflosreden und eventuell auch nicht immer die komplette Wahrheit verraten.

Falle Deinem früheren Arbeitgeber also nie in den Rücken! Dein künftiger Arbeitgeber wird das nämlich nicht gern sehen, denn schließlich will er ja auch nicht, dass Du später über ihn so reden wirst.

Gehe lieber darauf ein, dass Du Deinen früheren Arbeitgeber geschätzt hast und Dich nun auf den neuen Anfang in einem neuen Unternehmen und den damit aufkommenden Herausforderungen freust.

Warum sollte man gerade Dir den Ausbildungsplatz geben?

Eine der typischen Fragen in einem Vorstellungsgespräch. Das ist die Gelegenheit, bei der Du noch einmal alle Deine Vorteile und Qualifikationen parat haben solltest und außerdem mit Informationen über die Firma verknüpfen kannst. So zeigst Du, dass Du Dich zum einen informiert hast und zum anderen in genau diesen Betrieb super hereinpasst. Überlege Dir gerade diese Antwort also rechtzeitig vor einem Vorstellungsgespräch.

Wie gut sind Deine PC Kenntnisse?

PC-Kenntnisse gehören heute zum Standard in fast jeder Ausbildung. Dabei sollten Bewerber ihre Kenntnisse nicht als selbstverständlich oder „normal“ ansehen, sondern konkret benennen können und so ihre Kompetenz zeigen.

Sage zum Beispiel, dass Du Deine privaten Schriften mit Word erstellst und sicher im Umgang mit Excel und Power Point Präsentationen bist.

Wenn Du noch einmal von vorne in Deinem Leben anfangen könntest …

… würdest Du alles nochmal genauso machen?

Das ist eine schon fast philosophische Frage, die dazu einlädt, komplett ehrlich zu sein und aus dem Nähkästchen zu plaudern. Du solltest jetzt aber bloß nicht der Versuchung erliegen Deine Schwachstellen im Lebenslauf zu erwähnen. Bestimmt bist Du nicht mit allem zufrieden, jedoch ist das nicht das, was Du den Personalern sagen solltest.

Eine bessere Antwort ist es, aus den Schlenkern und Lücken im Lebenslauf etwas Positives zu machen und die Vorteile Deiner dabei erworbenen Erkenntnisse und Fertigkeiten noch einmal zu nennen. Im Großen und Ganzen solltest Du mit Deinem jetzigen Leben zufrieden sein und das auch so sagen.

Und wenn Du dann erstmal Deinen Wunschausbildungsplatz in der Tasche hast, ist es auch nicht mehr weit bis zu der ersten Prüfung in Deiner Ausbildung. Ob Zwischenprüfung oder Abschlussprüfung, in der nächsten Zeit musst Du ganz schön viel büffeln. Doch keine Sorge, schließlich gibt es ja Prozubi. Mit unseren Lernvideos und Übungsaufgaben kannst Du Dich online auf Deine Prüfungen vorbereiten. Und das in über 60 kaufmännischen Berufen – schau doch gleich mal bei uns im Shop vorbei!

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